Australian Open 2023: Djokovic lässt Lokalmatador de Minaur keine Chance (2023)

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Asarenka weiter im Rennen um ihren dritten Melbourne-Titel Swiatek scheitert in Melbourne an Rybakina – auch Gauff scheidet aus „Netflix-Fluch“ erwischt auch Auger-Aliassime Korda im Viertelfinale – Nächster Gegner Chatschanow Ex-Tennisspielerin Petkovic: „Zverev braucht noch ein bisschen“ +++22. Januar+++ Siegemund und Murray raus – Djokovic nach Behandlung weiter Murray verliert gegen Bautista Agut Siegemund kämpft stark Rune und Rubljow stehen im Achtelfinale Medwedew scheitert früh Tsitsipas, Sinner und Swiatek weiter Siegemund scheitert im Doppel Jabeur scheitert in Runde zwei Trotz Oberschenkelproblemen: Djokovic in Melbourne in Runde drei Zverev scheitert an „Lucky Loser“ Mmoh Vogel erleichtert sich auf Zverevs Kopf Toiletten-Diskussionen um Djokovic: „Habe mich Regeln nicht widersetzt“ Doppelspieler Mies erreicht mit neuem Partner die zweite Runde Diagnose da: Nadal fällt bis zu acht Wochen aus Ruud scheitert früh in Melbourne Siegemund hält deutsche Fahne hoch – Maria ausgeschieden Zverev in Runde zwei gegen Amerikaner Mmoh Nadal verletzt und raus Swiatek wird Rolle der Titelfavoritin gerecht +++ 17. Januar +++ Djokovic siegt souverän Zverev kämpft sich weiter - Struff scheidet aus Murray kämpft Berrettini nieder - Thiem scheitert Auch Struff verliert Auftaktmatch Russische Flaggen nach kleinem Zwischenfall verboten Deutsches Debakel beim Auftakt Nadal nimmt erste Hürde in Melbourne Kyrgios sagte Teilnahme an Australian Open kurzfristig ab Djokovic hofft auf Rekordtitel – „Will der Beste sein“ Niemeier wünscht sich Geduld mit nachrückenden Tennisspielerinnen Zverev startet ohne Verletzungsangst bei Australian Open Lys selbstbewusst vor Grand-Slam-Premiere: „Habe großes Potenzial“ Zverev trainiert mit Nowitzki +++11. Januar+++ Djokovic muss vor Turnierstart das Training abbrechen 2022 Nadal gewinnt den Titel in Melbourne

Update | Melbourne · Andrej Rublew und Holger Rune lieferten sich im Achtelfinale einen Fünfsatz-Krimi. Favorit Nivak Djokovic hatte gegen Alex de Minaur wenig Mühe. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts von den Australian Open.

Tennisstar Novak Djokovic hat bei den Australian Open in Melbourne mit einer Machtdemonstration das Viertelfinale erreicht. Der 35 Jahre alte Serbe deklassierte am Montag in einem höchst einseitigen Achtelfinalmatch den überforderten Australier Alex de Minaur und setzte sich nach nur 2:06 Stunden locker mit 6:2, 6:1, 6:2 durch. Anders als in den zwei Runden zuvor schien Djokovic der Oberschenkel deutlich weniger Probleme zu bereiten.

„Ich habe heute mein bisher bestes Match in diesem Jahr gespielt. Ich habe nichts gespürt, heute war es großartig“, sagte Djokovic: „Ich danke meinem medizinischen Team, meinen Physiotherapeuten, Gott.“ Er wolle weitermachen und nicht zu früh feiern: „Ich freue mich über die Art und Weise, wie ich mich heute bewegt und die Bälle getroffen habe.“

Wegen Djokovics Blessur und der bis dahin starken Leistung des an Nummer 22 gesetzten de Minaur hatten die australischen Fans auf eine Überraschung gehofft - doch diese Hoffnung legte sich in der Rod Laver Arena schnell. Djokovic war von Beginn an hellwach, körperlich auf der Höhe und in nahezu allen Belangen überlegen. De Minaur fehlte die Qualität für einen Coup gegen den Turnierfavoriten, der nur noch drei Siege vom 22. Grand-Slam-Turniersieg entfernt ist. Damit würde Djokovic im Finale am 29. Januar mit Rekordhalter Rafael Nadal gleichziehen.

Am Mittwoch kämpft der bei den Australian Open seit 25 Spielen unbesiegte Djokovic zunächst gegen den Russen Andrei Rubljow um das Halbfinalticket. Der 25-Jährige hatte zuvor in einem packenden Fünfsatzkrimi gegen Dänemarks Jungstar Holger Rune (19) das fast schon sichere Aus gleich mehrfach abgewendet und mit 6:3, 3:6, 6:3, 4:6, 7:6 (11:9) dank eines glücklichen Netzrollers beim Matchball gewonnen. „Das ist keine Achterbahnfahrt, das ist, als ob dir einer eine Waffe an den Kopf legt. Achterbahnfahren ist leichter“, sagte der sichtlich erschöpfte Sieger hinterher.

Ebenfalls im Viertelfinale steht der US-Amerikaner Ben Shelton. Der 20-Jährige, der erstmals fern seiner Heimat aufschlägt, kämpfte seinen Landsmann J.J. Wolf 6:7 (5:7), 6:2, 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:2 nieder. Er trifft nun auf Tommy Paul, einen weiteren Profis aus den Vereinigten Staaten, der Roberto Bautista Agut aus Spanien 6:2, 4:6, 6:2, 7:5 bezwang.

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Doppel-Spezialist Mies erreicht Viertelfinale

Doppel-Spezialist Andreas Mies steht im Viertelfinale der Australian Open. Der 32 Jahre alte Kölner setzte sich mit seinem australischen Partner John Peers überlegen mit 6:0, 6:3 gegen Alex Bolt/Luke Saville (Australien) durch. In der Runde der letzten Acht treffen Mies und Peers auf die an Position acht gesetzten Marcel Granollers/Horacio Zeballos (Spanien/Argentinien).

Im vergangenen Jahr war Mies noch mit Kevin Krawietz in Melbourne an den Start gegangen und im Achtelfinale ausgeschieden. Ende 2022 verkündeten die zweimaligen French-Open-Sieger ihre Trennung. Krawietz spielt künftig mit dem Frankfurter Tim Pütz zusammen.

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Teenager Fruhvirtova verpasst knapp Viertelfinale

Die erst 17 Jahre alte Tennisspielerin Linda Fruhvirtova hat bei den Australian Open das Viertelfinale knapp verpasst. Die Tschechin verlor ihr Achtelfinalmatch am Montag gegen die Kroatin Donna Vekic mit 2:6, 6:1, 3:6. Bei einem Sieg wäre Fruhvirtova die jüngste Viertelfinalistin in Melbourne seit 25 Jahren geworden. „Das ärgert mich natürlich“, sagte der Teenager, “aber ich denke, ich bekomme in den nächsten Jahren noch ein paar Chancen“.

Vekic trifft in der Runde der besten acht Spielerinnen auf Aryna Sabalenka. Die Belarussin setzte sich gegen die Schweizer Olympiasiegerin Belinda Bencic mit 7:5, 6:2 durch.

Ebenfalls im Viertelfinale stehen die frühere Weltranglistenerste Karolina Pliskova und die Polin Magda Linette. Pliskova gewann am Montag ihr Match gegen Zhang Shuai aus China klar mit 6:0, 6:4. Linette überraschte mit dem 7:6 (7:3), 6:4 gegen die an Nummer vier gesetzte Caroline Garcia und feierte den größten Grand-Slam-Turniererfolg ihrer Karriere. Die Französin Garcia hatte in der Runde zuvor die deutsche Spielerin Laura Siegemund aus dem Wettbewerb geworfen. Linette und Pliskova kämpfen am Mittwoch im direkten Duell um einen Halbfinalplatz.

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+++ 22. Januar +++

Tsitsipas nach Fünfsatzsieg im Viertelfinale

Der Grieche Stefanos Tsitsipas hat sich ins Viertelfinale der Australian Open in Melbourne gekämpft. Der Weltranglistenvierte setzte sich nach vier Stunden gegen den Italiener Jannik Sinner 6:4, 6:4, 3:6, 4:6, 6:3 durch und spielt weiter um den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. In der Runde der letzten Acht trifft Tsitsipas auf den Tschechen Jiri Lehecka.

Tsitsipas (24) hat in Melbourne bereits dreimal das Halbfinale erreicht, in diesem Jahr war er ohne Satzverlust ins Achtelfinale gekommen. Zunächst sah es gegen Sinner (21) nach einer weiteren souveränen Vorstellung aus, doch dann steigerte sich der Südtiroler und erzwang den entscheidenden fünften Satz, in dem Tsitsipas das letztlich entscheidende Break zum 4:2 gelang.

Asarenka weiter im Rennen um ihren dritten Melbourne-Titel

Zehn Jahre nach ihrem bislang letzten großen Turniersieg darf die frühere Weltranglistenerste Wiktoria Asarenka weiter von ihrem dritten Titel bei den Australian Open träumen. Die 33-Jährige aus Belarus kämpfte sich in einer Nachtschicht gegen die Chinesin Zhu Lin mit 4:6, 6:1, 6:4 ins Viertelfinale. Noch drei Siege fehlen Asarenka zum Triumph in Melbourne, um 02.17 Uhr Ortszeit verwandelte sie ihren ersten Matchball.

2012 und 2013 hatte sie das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres gewonnen, 2020 war sie als Finalistin der US Open wieder ganz nah dran an einem Majortitel. Nun spielt Asarenka gegen die Weltranglistendritte Jessica Pegula um die Rückkehr ins Halbfinale. Die US-Amerikanerin hofft nach dem 7:5, 6:2 über Barbora Krejcikova (Tschechien) nach drei Viertelfinals 2022 auf den nächsten Schritt nach vorne.

Nach dem überraschenden Aus der topgesetzten Polin Iga Swiatek, die gegen Jelina Rybakina aus Kasachstan 4:6, 4:6 verlor, ist Pegula die am höchsten gesetzte Spielerin in der Runde der letzten Acht. In der oberen Turnierhälfte ist sie die einzige ohne Grand-Slam-Erfolg: Im zweiten Viertelfinale trifft Wimbledonchampion Rybakina auf die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko (Lettland).

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Swiatek scheitert in Melbourne an Rybakina – auch Gauff scheidet aus

Die Topfavoritin ist raus: Iga Swiatek ist überraschend im Achtelfinale der Australian Open gescheitert. Die Nummer eins der Welt unterlag am Sonntag (Ortszeit) in Melbourne der Wimbledon-Siegerin Jelina Rybakina aus Kasachstan 4:6, 4:6 und musste die Hoffnung auf ihren vierten Grand-Slam-Triumph aufgeben.

„Ich muss sicher an meinem Mindset arbeiten“, sagte Swiatek nach der enttäuschenden Niederlage: „Ich habe den Druck gespürt und wollte nicht verlieren, statt gewinnen zu wollen.“

„Ich habe einen großen Respekt für Iga. Heute habe ich sehr gut aufgeschlagen und in den wichtigen Momenten sehr gut gespielt“, sagte Rybakina. Sie trifft nun auf die Lettin Jelena Ostapenko, Paris-Siegerin von 2017, die US-Hoffnungsträgerin Coco Gauff 7:5, 6:3 besiegte.

Swiatek hatte im vergangenen Jahr zum zweiten Mal die French Open gewonnen und danach auch in New York triumphiert. Für Rybakina ist der Viertelfinal-Einzug schon jetzt das beste Abschneiden ihrer Karriere in Australien. Die gebürtige Russin hatte in Wimbledon im Finale die Tunesierin Ons Jabeur besiegt und damit den ersten Grand-Slam-Titel für die Nation gewonnen, für die sie seit 2018 aufschlägt.

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„Netflix-Fluch“ erwischt auch Auger-Aliassime

Der „Netflix-Fluch“ hat nun auch Felix Auger-Aliassime erwischt. Der hoch eingeschätzte Kanadier ist im Achtelfinale der Australian Open überraschend gescheitert. Damit ist keiner der zehn Profis, die in der Tennis-Dokumentation „Break Point“ des Streamingdienstes begleitet worden waren, in Melbourne noch im Wettbewerb vertreten.

Auger-Aliassime unterlag am Sonntag Jiri Lehecka mit 6:4, 3:6, 6:7 (2:7), 6:7 (3:7), für den Tschechen ist es die erste Viertelfinalteilnahme bei einem Grand Slam. Auger-Aliassime muss dagegen weiter auf seinen ersten Majortriumph warten, wie auch die anderen prominenten Protagonisten der Doku-Serie. Dazu zählen Maria Sakkari (Griechenland), Casper Ruud (Norwegen), Matteo Berrettini (Italien) und Ons Jabeur (Tunesien).

„Meine Freundin hat mir davon erzählt“, hatte Auger-Aliassime nach seinem Achtelfinaleinzug gesagt: „Vielleicht haben die Spieler, die verloren haben, das Gefühl, dass es irgendeinen Zusammenhang gibt. Ich glaube das aber nicht.“ Auch Netflix schrieb auf seinem Twitteraccount für Großbritannien und Irland: „Um es klarzustellen: Das ist purer Zufall ...“

Mit „Break Point“ soll nach dem Vorbild der Formel-1-Doku „Drive to Survive“ das Tennis einem breiteren Publikum nähergebracht werden. So sollen neue Fans und Sponsoren angesprochen werden. Es sei notwendig, „mehr Blicke hinter die Kulissen zuzulassen“, hatte ATP-Präsident Andrea Gaudenzi im Juli gesagt. Die Rückmeldungen auf das Format fielen gemischt aus.

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Korda im Viertelfinale – Nächster Gegner Chatschanow

Der amerikanische Tennisspieler Sebastian Korda hat bei den Australian Open den größten Grand-Slam-Turniererfolg seiner Karriere eingefahren. Der 22-Jährige zog durch einen hart erkämpften 3:6, 6:3, 6:2, 1:6, 7:6 (10:7)-Sieg am Sonntag gegen den Polen Hubert Hurkacz ins Viertelfinale ein.

„Ich bin glücklich, wie ich mich durchgekämpft habe“, sagte der Weltranglisten-31., der in der Runde zuvor beim Dreisatzsieg gegen den Russen Daniil Medwedew spielerisch noch mehr geglänzt hatte. Sein Vater Petr Korda hatte die Australian Open 1998 für Tschechien gewonnen. Sebastian Korda hatte vor fünf Jahren den Junioren-Titel geholt.

Der an Nummer 29 gesetzte Korda trifft in der Runde der besten acht Spieler auf den Russen Karen Chatschanow, der zuvor beim 6:0, 6:0, 7:6 (7:4)-Sieg gegen den Japaner Yoshihito Nishioka deutlich weniger Mühe hatte.

Ex-Tennisspielerin Petkovic: „Zverev braucht noch ein bisschen“

Die zurückgetretene Tennisspielerin Andrea Petkovic rechnet mit der erfolgreichen Rückkehr von Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev. „Ich glaube, bei den French Open steht er wieder richtig fit auf dem Platz“, sagte Petkovic am Samstag beim „Ball des Sports“ in Frankfurt. „Alexander Zverev braucht einfach noch ein bisschen. Er war jetzt lange schwer verletzt. Das wäre auch ein bisschen früh gewesen, wenn es da jetzt schon so gut läuft“, sagte die 35-Jährige über das Zweitrundenaus des 25-Jährigen bei den Australian Open in Melbourne.

Hoffnung im deutschen Tennis machen der siebenmaligen WTA-Turnier-Gewinnerin auch die Leistungen einer anderen ehemaligen Teamkollegin. „Ich habe mich super gefreut, dass Laura Siegemund so einen guten Run hatte. Sie hat wirklich super gut gespielt auch nach ihrer schweren Knie-OP. Das war ein ganz toller Erfolg“, sagte Petkovic. Siegemund hatte ihren ersten Achtelfinal-Einzug bei den Australian Open nach ihrer Niederlage im Drittrunden-Duell gegen die Französin Caroline Garcia trotz einer guten Vorstellung verpasst.

+++22. Januar+++

Siegemund und Murray raus – Djokovic nach Behandlung weiter

Turnierfavorit Novak Djokovic hat bei den Australian Open in Melbourne das Achtelfinale erreicht - sein Fitnesszustand sorgt aber weiter für Gesprächsstoff. Der serbische Tennisstar setzte sich am Samstag in der Rod Laver Arena gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov mit 7:6 (9:7), 6:3, 6:4 durch, musste sich jedoch erneut wegen seiner Oberschenkelprobleme behandeln lassen. Der 35-Jährige ließ sich offensichtlich schmerzgeplagt auch das ein oder andere Mal auf den Hartplatz fallen.

In der nächsten Runde wartet der Australier Alex de Minaur, der sich zuvor mit einer beeindruckenden Leistung gegen den Franzosen Benjamin Bonzi glatt in drei Sätzen durchgesetzt hatte. Doch Djokovics größter Gegner scheint aktuell sein linker Oberschenkel zu sein.

„Was mich immer so ein bisschen stört: Der läuft voll zum Ball und danach kommt das Humpeln – als wenn er demonstrieren will: Ey Leute, ich hab‘ da was. Das nervt mich ein bisschen“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport: „Aber dass er was hat, ist ganz klar, und die große Frage ist, ob er so durchspielen kann.“

Murray verliert gegen Bautista Agut

Nach zuvor zwei Marathon-Matches hat der britische Tennisstar Andy Murray bei den Australian Open das Achtelfinale verpasst. Der frühere Weltranglistenerste musste sich in der dritten Runde gegen den an Nummer 24 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut mit 1:6, 7:6 (9:7), 3:6, 4:6 geschlagen geben. Der 35-Jährige lief vor allem im ersten Satz überhaupt nicht rund. Danach steigerte er sich zwar, die Kraft für eine erneute Aufholjagd fehlte dem zweimaligen Olympiasieger jedoch.

Murray hatte sich in den ersten beiden Runden jeweils über fünf Sätze weitergekämpft und dabei insgesamt 10:34 Stunden auf dem Platz gestanden. Beim epischen Duell am vergangenen Donnerstag mit Lokalmatador Thanasi Kokkinakis stand er erst um 4:05 Uhr Ortszeit als Sieger fest und hatte danach scharfe Kritik am Spielplan geäußert. So spät beendete Spiele seien „eine Farce“, hatte Murray gesagt.

Siegemund kämpft stark

Laura Siegemund hat ihren erstmaligen Achtelfinaleinzug bei den Australian Open trotz großen Kampfes verpasst. Die 34-Jährige aus Metzingen unterlag am Samstag im Drittrundenduell der favorisierten Französin Caroline Garcia 6:1, 3:6, 3:6. Damit findet die Runde der letzten 16 von Melbourne erstmals seit 2010 ohne deutschen Profi in beiden Einzelkonkurrenzen statt.

Siegemund spielte gegen die Siegerin der WTA-Finals des vergangenen Jahres von Beginn an forsch auf. In der zweiten Runde hatte sie schon die Rumänin Irina-Camelia Begu überrascht, nun wollte sie gegen Garcia nachlegen, musste am Ende aber doch die Klasse ihrer Gegnerin anerkennen.

Siegemunds größter Erfolg auf Grand-Slam-Level bleibt der Viertelfinaleinzug 2020. In Melbourne hatte sie auch bei ihrem Debüt vor sieben Jahren die dritte Runde erreicht.

In Melbourne waren insgesamt zehn deutsche Profis im Hautfeld an den Start gegangen. Einzig Olympiasieger Alexander Zverev hatte neben Siegemund den Einzug in die zweite Runde geschafft, war dann aber am US-Amerikaner Michael Mmoh gescheitert.

Rune und Rubljow stehen im Achtelfinale

Trotz eines kleinen Schreckmoments hat Tennis-Jungstar Holger Rune das Achtelfinale bei den Australian Open in Melbourne erreicht. Der an Nummer neun gesetzte Däne setzte sich am Samstag gegen den Franzosen Ugo Humbert mit 6:4, 6:2, 7:6 (7:5) durch und trifft in der Runde der besten 16 Spieler auf den Russen Andrei Rubljow. Der Weltranglisten-Sechste hatte beim 6:4, 6:2, 6:3-Sieg gegen den Briten Daniel Evans ebenfalls kaum Probleme.

Rune war Anfang des zweiten Satzes in der John Cain Arena leicht umgeknickt und auf sein Handgelenk gefallen, verletzte sich aber ganz offensichtlich bei dem Sturz nicht schwerer. Der 19-Jährige ist der jüngste Spieler im Achtelfinale der Australian Open seit 2012. In den ersten drei Runden des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres hat der Weltranglisten-Zehnte noch keinen einzigen Satz abgegeben.

„Er ist ein junger und super talentierter Junge“, sagte der 25-jährige Rubljow über Rune. Er erwarte ein ausgeglichenes Match mit dem etwas größeren Druck beim Gegner, weil der das erste direkte Duell gewonnen habe.

Medwedew scheitert früh

Bei den Australian Open in Melbourne ist der nächste Topspieler früh ausgeschieden. Nach Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) und dem an Position zwei gesetzten Norweger Casper Ruud erwischte es am Freitag auch Daniil Medwedew, Finalist der vergangenen beiden Jahre. Der frühere Weltranglistenerste aus Russland unterlag in der dritten Runde dem US-Amerikaner Sebastian Korda 6:7 (7:9), 3:6, 6:7 (4:7).

Kordas Vater Petr hatte 1998 für Tschechien in Melbourne triumphiert. Der 22-Jährige selbst gewann das Juniorenturnier beim ersten Grand Slam des Jahres 2018 und gilt als großer Hoffnungsträger im US-Männertennis. 2021 holte er auf Sand in Parma/Italien seinen bislang einzigen Titel auf der ATP-Tour, bei den Australian Open ist Korda an Position 29 gesetzt und trifft nun auf Hubert Hurkacz (Polen/Nr. 10).

Medwedew (26) hatte im vergangenen Jahr im Finale trotz einer 2:0-Satzführung gegen Nadal verloren. Seitdem wartet der frühere US-Open-Champion auf Erfolge in den späteren Grand-Slam-Runden. Bei den French Open und in New York 2022 war im Achtelfinale Endstation, in Wimbledon war Medwedew wie alle anderen Profis aus Russland und Belarus wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine ausgeschlossen.

Tsitsipas, Sinner und Swiatek weiter

Im Achtelfinale der Australian Open kommt es zu einem Duell zweier Mitfavoriten. Der griechische Tennisstar Stefanos Tsitsipas und der Italiener Jannik Sinner lösten am Freitag auf sehr unterschiedliche Weise ihr Ticket für die Runde der besten 16, in der sie am Sonntag aufeinandertreffen.

Während der an Nummer vier gesetzte Tsitsipas dem Niederländer Tallon Griekspoor beim 6:2, 7:6 (7:5), 6:3 keine Chance ließ, verhinderte Sinner nach einem 0:2-Satzrückstand nur mit Mühe ein frühes Aus. Am Ende gewann der Weltranglisten-16. aber gegen Marton Fucsovics aus Ungarn mit 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:0.

Bei den Damen zog die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek im Schnelldurchgang gegen die spanische Qualifikantin Cristina Bucsa mit 6:0, 6:1 ins Achtelfinale ein. Dort wartet die für Kasachstan startende Wimbledonsiegerin Jelena Rybakina auf die Polin. Bucsa hatte in der ersten Runde die Hamburgerin Eva Lys aus dem Grand-Slam-Turnier geworfen.

Siegemund scheitert im Doppel

Tennisspielerin Laura Siegemund kann sich bei den Australian Open komplett auf ihr Drittrunden-Match im Einzel konzentrieren. Die 34-Jährige schied am Freitag im Doppelwettbewerb mit ihrer belgischen Partnerin Kirsten Flipkens durch ein 6:7 (2:7), 4:6 gegen die Russinnen Anastasia Potapowa und Jana Sisikowa aus.

„Es war ein schwieriges Match“, sagte Siegemund hinterher: „Ich war heute auch nicht ganz so explosiv wie sonst und konnte am Netz nicht so viel helfen.“ Am Samstagabend (nicht vor 19.00 Uhr Ortszeit/9.00 MEZ) kämpft die Schwäbin im Einzelwettbewerb gegen die an Nummer vier gesetzte Französin Caroline Garcia um den Einzug ins Achtelfinale.

„Das muss ich jetzt schnell abwischen“, sagte Siegemund, die sich schon auf ihr erstes Drittrunden-Match bei den Australian Open seit ihrem Debüt 2016 freute: „In einem großen Stadion abends ein großes Match zu spielen - dafür sind wir alle hier.“ Gegen Garcia wolle sie „aktiv“ und „variabel“ spielen und sich „nicht auf ihr Power-Tennis einlassen“.

Siegemund ist die einzige Spielerin aus dem deutschen Starterfeld, die den Sprung in die dritte Runde geschafft hat. In ihrem Zweitrunden-Match hatte sie am Donnerstag die Rumänin Irina-Camelia Begu in drei Sätzen besiegt.

Jabeur scheitert in Runde zwei

Die an Position zwei gesetzte tunesische Topspielerin Ons Jabeur ist bei den Australian Open überraschend früh gescheitert. Die Wimbledonfinalistin von 2022 verlor in der zweiten Runde des Grand-Slam-Turniers mit 1:6, 7:5, 1:6 gegen die ungesetzte Tschechin Marketa Vondrousova.

Jabeur, die sich bereits in der ersten Runde beim Dreisatzsieg über Tamara Zidansek (Slowenien) schwergetan hatte, fand nur selten zu ihrem Spiel und schien auch körperlich eingeschränkt zu sein. Die 28-Jährige muss damit weiter auf ihren ersten Grand-Slam-Titel warten. Vondrousova trifft in Runde drei auf ihre erst 17 Jahre alte Landsfrau Linda Fruhvirtova.

Trotz Oberschenkelproblemen: Djokovic in Melbourne in Runde drei

Titelfavorit Novak Djokovic hat auf dem Weg zu seinem 22. Grand-Slam-Titel die nächste Hürde genommen, dabei aber erneut Probleme mit dem angeschlagenen Oberschenkel offenbart. In der zweiten Runde der Australian Open setzte sich der serbische Topspieler mit 6:1, 6:7 (5:7), 6:2, 6:0 gegen den Franzosen Enzo Couacaud durch.

Nach problemlosem ersten Satz machte Djokovic im zweiten Durchgang der linke Oberschenkel zu schaffen. Der einstige Weltranglistenerste ließ sich behandeln, bewegte sich dennoch weiter unrund und verlor den Satz im Tiebreak.

Anschließend besserte sich Djokovics Zustand aber sichtlich - er ließ den Weltranglisten-191. im weiteren Matchverlauf nicht mehr in die Nähe eines Satzgewinns kommen. In Runde drei wartet nun der Bulgare Grigor Dimitrow (Nr. 27) auf den 35-Jährigen.

Auf dem Weg zu seinem zehnten Titel in Melbourne hat Djokovic einen weiteren großen Konkurrenten weniger: Nachdem bereits der an Position eins gesetzte Rafael Nadal schwer angeschlagen ausgeschieden war, verabschiedete sich auch die Nummer zwei der Setzliste, Casper Ruud. Der Norweger verlor sein Zweitrundenmatch gegen Jenson Brooksby (USA) am Donnerstag überraschend in vier Sätzen.

Zverev scheitert an „Lucky Loser“ Mmoh

Alexander Zverev packte sich seine beiden Taschen über die Schultern, winkte noch einmal ins Publikum und schlich dann schwer enttäuscht aus der Margaret Court Arena: Der 25 Jahre alte Olympiasieger ist bei den Australian Open früh gescheitert. Zverev verlor bei seinem Grand-Slam-Comeback in Melbourne sein Zweitrundenduell gegen den Weltranglisten-107. Michael Mmoh aus den USA mit 7:6 (7:1), 4:6, 3:6, 2:6 und präsentierte sich dabei weit entfernt von seiner Bestform. Laura Siegemund sorgte derweil für eine Überraschung.

Während Zverev, der mit geringen Erwartungen ins Turnier gestartet war, seinen siebten Drittrundeneinzug in Folge Down Under verpasste, kämpfte sich die 34-Jährige aus Metzingen gegen die an Nummer 27 gesetzte Rumänin Irina-Camelia Begu am Donnerstag mit 5:7, 7:5, 6:3 durch und überstand erstmals seit ihrem Debüt 2016 die zweite Runde. Die letzte verbliebene deutsche Teilnehmerin im Turnier erwartet nun eine schwere Aufgabe gegen Caroline Garcia aus Frankreich, die zuletzt die WTA-Finals gewann.

Bei Zverev war vor dem Duell mit Mmoh die große Frage, wie sein Körper und speziell sein operierter Knöchel den hart erkämpften Auftaktsieg weggesteckt hatten. In der ersten Runde war dem einstigen Weltranglistenzweiten ein Fünfsatz-Sieg gegen den Peruaner Juan Pablo Varillas gelungen. Es war sein erster Erfolg seit der schweren Verletzung, die er Anfang Juni im Halbfinalduell der French Open gegen Rafael Nadal erlitten hatte.

Zunächst schien Zverev gegen Mmoh voll auf der Höhe. In der Anfangsphase des ersten Satzes dominierte der Hamburger, bei seinen starken ersten Aufschlägen gab es für Mmoh kaum etwas zu holen. Der Amerikaner ließ sich beeindrucken, kam dann plötzlich aber auf und fand zurück in den Satz. Zverev bewahrte die Nerven und setzte sich im Tiebreak sicher durch.

Doch es war mittlerweile eine knifflige Partie für die deutsche Nummer eins, Mmoh war mindestens auf Augenhöhe und spielte nun mit deutlich größerem Selbstvertrauen. Zverev verlor die Kontrolle über die Ballwechsel, lief einem Break nach und strahlte überhaupt keine Selbstverständlichkeit in seinen Aktionen mehr aus. Der zweite Satz war weg, und das Bild änderte sich auch im folgenden Durchgang nicht.

Nun stand der deutsche Topspieler mit dem Rücken zur Wand, kassierte aber sofort wieder ein Break zum 0:2, das er jedoch kontern konnte. Doch Zverevs Mittel reichten an diesem Tag nicht mehr, um die jähe Niederlage zu verhindern.

Siegemund war es dagegen gelungen, als Außenseiterin ihre Partie umzubiegen. Schon im ersten Durchgang schlug sie beim Stand von 5:4 zum Satzgewinn auf, ließ sich das Service aber abnehmen. Ihr Kampfgeist war aber nicht gebrochen, Siegemund verdiente sich den dritten Durchgang, in dem sie dann schnell davonzog.

Vogel erleichtert sich auf Zverevs Kopf

Alles Gute kommt von oben? Nicht so beim Zweitrunden-Match von Alexander Zverev bei den Australian Open am Donnerstag. Im zweiten Satz gegen den US-Amerikaner Michael Mmoh kratzte sich der 25-jährige Deutsche am Kopf, schaute überrascht auf seine Hand und fing an zu lachen. Mehr dazu hier.

Toiletten-Diskussionen um Djokovic: „Habe mich Regeln nicht widersetzt“

Melbourne (SID) - Toiletten-Diskussionen um Novak Djokovic: Der 21-malige Grand-Slam-Sieger hat Berichten widersprochen, er sei in seinem Erstrundenmatch am Dienstag bei den Australian Open ohne Erlaubnis von Schiedsrichterin Aurelie Tourte während des ersten Satzes aufs stille Örtchen gegangen.

„Ich habe mich ihr oder den Regeln nicht widersetzt. Sie hat mir die Erlaubnis erteilt und gesagt, ich solle schnell sein“, schrieb Djokovic bei Instagram. Die Schiedsrichterin habe ihm nur hinterhergerufen, um ihm zu sagen, dass die Toilette auf der anderen Seite des Feldes sei. Er habe aber eine gefunden.

Das Reglement sieht Toilettenpausen in erster Linie zwischen den Sätzen vor, schließt dies aber im üblichen zeitlichen Rahmen während der Seitenwechsel auch nicht aus. Djokovic gewann das Match gegen Roberto Carballes Baena 6:3, 6:4, 6:0.

Doppelspieler Mies erreicht mit neuem Partner die zweite Runde

Tennis-Doppelspieler Andreas Mies hat beim ersten Grand-Slam-Auftritt mit seinem neuen Partner John Peers bei den Australian Open die zweite Runde erreicht. Der zweimalige French-Open-Gewinner setzte sich an der Seite des Australiers am Donnerstag gegen die Inder Yuki Bhambri und Saketh Myneni mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3 durch.

Im vergangenen November hatte Mies die Trennung von seinem langjährigen Erfolgspartner Kevin Krawietz, mit dem er 2019 und 2020 in Paris den Grand-Slam-Titel gewinnen konnte, bekannt gegeben. Auch Krawietz hat in Tim Pütz einen neuen Doppelpartner, in Melbourne fehlt er allerdings wegen der bevorstehenden Geburt seines Kindes. Pütz trat derweil mit dem Franzosen Nicolas Mahut an, das Duo verlor in der ersten Runde.

Diagnose da: Nadal fällt bis zu acht Wochen aus

Bittere Nachricht für Rafael Nadal am Tag nach seinem Zweitrunden-Aus bei den Australian Open: Der 36 Jahre alte Spanier hat eine Verletzung am Iliopsoas-Muskel (Hüftbeuger) des linken Beines erlitten. Damit fällt der Grand-Slam-Rekordchampion wieder einmal sechs bis acht Wochen aus. Dies teilte Nadal nach einer MRT-Untersuchung mit. Der Spanier hat immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.

In Melbourne hatte Nadal in seinem Zweitrundenmatch gegen den US-Amerikaner Mackenzie McDonald keine Chance mehr, nachdem er im zweiten Satz die Blessur erlitt. Seine Frau Maria setzten die Szenen deutlich zu, ihr liefen auf der Tribüne Tränen die Wange herunter. Nadal verlor 4:6, 4:6, 5:7.

„Ich wollte als Titelverteidiger nicht aufgeben“, hatte Nadal nach dem Spiel gesagt: „Es ist die Hüfte. Ich konnte die Rückhand überhaupt nicht schlagen und nicht mehr laufen.“ Zudem äußerte er die Hoffnung, dass er nicht erneut lange pausieren muss. Die Diagnose ist nun ein herber Rückschlag für den Tennis-Star.

Ruud scheitert früh in Melbourne

Casper Ruud ist überraschend in der zweiten Runde der Australian Open gescheitert. Der zweimalige Grand-Slam-Finalist aus Norwegen unterlag dem US-Amerikaner Jenson Brooksby am Donnerstag 3:6, 5:7, 7:6 (7:4), 2:6 und muss die Hoffnung auf den ersten großen Titel vorerst aufgeben.

Ruud war im vergangenen Jahr sowohl bei den French Open als auch den US Open ins Finale eingezogen. In Melbourne ging er an Position zwei gesetzt an den Start. Auch der topgesetzte Rafael Nadal hat sich bereits aus dem Turnier verabschiedet.

Siegemund hält deutsche Fahne hoch – Maria ausgeschieden

Laura Siegemund hat als einzige der fünf gestarteten deutschen Spielerinnen den Einzug in die zweite Runde der Australian Open geschafft. Die 34 Jahre alte Schwäbin kämpfte in ihrem Erstrundenmatch am Mittwoch die Italienerin Lucia Bronzetti 2:6, 6:4, 6:3 nieder. Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria verlor dagegen in Melbourne bei ungemütlichen Bedingungen gegen Bronzettis Landsfrau Lucrezia Stefanini mit 6:3, 5:7, 4:6.

„Es ist extrem schwierig unter den Bedingungen“, sagte Siegemund bei Eurosport: „Wir haben zwei Tage auf das Match gewartet, uns gefühlte 15 Mal aufgewärmt - und dann gab es immer wieder Nieselregen zwischendurch. Da muss man sich auf eine Achterbahn einstellen.“ Sie sei „echt happy“ über den Sieg. Maria hatte laut eigener Angaben nicht ihren besten Tag erwischt. „Aber es geht weiter“, sagte die 35-Jährige: „Das Jahr ist noch jung.“

Für Siegemund ist es der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier seit ihrer Viertelfinal-Teilnahme bei den French Open 2020. Sie trifft nun auf Irina-Camelia Begu aus Rumänien. Maria, die im dritten Satz ein Break Vorsprung noch abgab, verpasste eine große Chance. Auch Jule Niemeier, Eva Lys und Tamara Korpatsch hatten zuvor Niederlagen hinnehmen müssen. Bei den deutschen Männern war nur Alexander Zverev als einziger der fünf Teilnehmer weitergekommen.

Siegemund und Maria hatten lange auf ihren Turnierstart warten müssen. Eigentlich sollte es bereits am Dienstag losgehen, doch extreme Hitze und später Regenfälle sorgten für Verschiebungen. Auch am Mittwoch konnte wegen Niederschlags lange nicht gespielt werden.

Zverev in Runde zwei gegen Amerikaner Mmoh

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev kämpft am Donnerstag bei den Australian Open in Melbourne um den Einzug in die dritte Runde. Der 25 Jahre alte Hamburger muss dafür zu deutscher Zeit am frühen Morgen den US-Amerikaner Michael Mmoh besiegen. Der Weltranglisten-109. hatte erst als Lucky Loser der Qualifikation einen Platz für das Hauptfeld erhalten. Der an Nummer zwölf gesetzte Zverev geht als Favorit in das Match.

Nur einen Tag nach ihrem Zweitrunden-Einzug muss auch Laura Siegemund wieder ran. Die 34-Jährige tritt gegen die an Nummer 27 gesetzte Rumänin Irina-Camelia Begu als Außenseiterin an. Zverev und Siegemund sind die beiden einzigen deutschen Spieler beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, die die erste Runde überstanden hatten.

Nadal verletzt und raus

Rafael Nadals Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung bei den Australian Open ist früh zerplatzt. Der 36 Jahre alte Grand-Slam-Rekordchampion verlor sein Zweitrundenmatch gegen den US-Amerikaner Mackenzie McDonald deutlich angeschlagen am Mittwoch mit 4:6, 4:6, 5:7.

Nadal, der von Beginn an Probleme mit seinem mutigen Gegner hatte und selbst nicht überzeugen konnte, nahm beim Stand von 3:5 im zweiten Satz eine Behandlungspause in Anspruch. Offenbar plagten den 22-maligen Majorchampion Probleme im Hüftbereich. Seine Frau Maria schienen die Szenen deutlich zuzusetzen, ihr liefen auf der Tribüne Tränen die Wange herunter.

Der Spanier, der auch 2009 bei den Australian Open triumphierte und im vergangenen Jahr überraschend zum Titelgewinn stürmte, kam dann noch einmal zurück. Doch er wirkte deutlich beeinträchtigt und ging auf schnelle Punktgewinne. Es reichte nicht mehr und Nadal konnte sein schlechtesten Resultat bei einer Majorteilnahme seit 2016 nicht mehr verhindern. Damals hatte er vor seinem Drittrundenmatch bei den French Open zurückgezogen.

Nadals serbischem Widersacher Novak Djokovic bietet sich in Melbourne weiter die Chance, nach Grand-Slam-Siegen gleichzuziehen.

Swiatek wird Rolle der Titelfavoritin gerecht

Iga Swiatek wird der Rolle der Titelfavoritin bei den Australian Open weiter gerecht. Auf ihren Erstrundensieg gegen die deutsche Nummer eins Jule Niemeier ließ die 21-Jährige einen sicheren Zweitrundenerfolg gegen Camila Osorio aus Kolumbien folgen. Swiatek setzte sich am Mittwoch 6:2, 6:3 durch.

„Ich werde den freien Abend heute genießen“, sagte Swiatek: „Und ich werde sicher kein Sushi essen, denn das habe ich jetzt fast eine Woche gegessen.“

Auch die US-Amerikanerin Cori Gauff, Nummer sieben der Setzliste und in Topform nach Melbourne gereist, gab sich keine Blöße. Im namhaften Duell mit der früheren US-Open-Siegerin Emma Raducanu, in der ersten Runde Bezwingerin der Hamburgerin Tamara Korpatsch, setzte sich Gauff mit 6:3, 7:6 (7:4) durch. Die an drei gesetzte US-Amerikanerin Jessica Pegula besiegte die Belarussin Aljaksandra Sasnowitsch ebenfalls glatt in zwei Sätzen mit 6:2, 7:6 (7:5).

Die Polin Swiatek ist seit dem Rücktritt von Melbourne-Vorjahressiegerin Ashleigh Barty die dominierende Spielerin auf der Tour. Im vergangenen Jahr gewann Swiatek zum zweiten Mal die French Open und erstmals die US Open. Nun soll ihre Premiere Down Under folgen.

+++ 17. Januar +++

Djokovic siegt souverän

Turnierfavorit Novak Djokovic ist mit einem souveränen Auftaktsieg in die Australian Open gestartet. Der 35 Jahre alte Tennisstar setzte sich 40 Minuten nach Mitternacht mit einem ungefährdeten 6:3, 6:4, 6:0-Sieg gegen den Spanier Roberto Carballes Baena in der Rod Laver Arena durch. Djokovics Gegner in der zweiten Runde steht noch nicht fest.

Der 21-malige Grand-Slam-Turniersieger, der im Vorjahr das Hartplatzturnier wegen eines für ungültig erklärten Visums verpasst hatte, strebt seinen insgesamt zehnten Triumph im Melbourne Park an. Die Zuschauer feierten den Serben mit viel Applaus, der Ärger aus dem Vorjahr scheint kein Thema mehr zu sein.

„Die Atmosphäre ist toll hier. So empfangen zu werden, ist ein Traum“, schwärmte Djokovic, der seine letzten 22 Matches bei den Australian Open gewonnen hat: „Ich bin sehr glücklich, dass ich in Australien zurück bin. Wenn ich einen Platz und eine Zeit aussuchen müsste, dann wäre es die Night Session hier in der Rod Laver Arena.“

Zverev kämpft sich weiter - Struff scheidet aus

Alexander Zverevs Rückkehr auf die große Tennis-Bühne ist nach einem kämpferischen Auftritt geglückt. Der Olympiasieger schlug siebeneinhalb Monate nach seiner schweren Knöchelverletzung den Peruaner Juan Pablo Varillas bei den Australian Open nach mehr als vier Stunden mit 4:6, 6:1, 5:7, 7:6 (7:3), 6:4. In der zweiten Runde trifft der Halbfinalist von 2020 auf Michael Mmoh (USA) oder Laurent Lokoli (Frankreich).

Zverev war zwar noch deutlich von seiner Bestform entfernt, verhinderte mit starken Nerven aber seine erste Auftaktniederlage in Melbourne seit seinem Debüt 2016. Er brach damit auch den Bann und sorgte nach sieben deutschen Auftakt-Niederlagen für den ersten Sieg. Jan-Lennard Struff hatte sich zuvor dem favorisierten US-Amerikaner Tommy Paul klar mit 1:6, 6:7 (6:8), 2:6 geschlagen geben müssen.

Murray kämpft Berrettini nieder - Thiem scheitert

Andy Murray kann es noch immer: Der 35 Jahre alte Schotte hat am Dienstag in einem Krimi über 4:49 Stunden den Italiener Matteo Berrettini niedergekämpft und für eine Überraschung in Melbourne gesorgt. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger setzte sich 6:3, 6:3, 4:6, 6:7 (7:9), 7:6 (10:6) durch und erhielt großen Applaus von den Fans in der Rod Laver Arena.

„Ich habe in den vergangenen Monaten viel Arbeit investiert, um solche Matches spielen zu können. Das zahlt sich jetzt aus“, sagte Murray, der seit 2019 mit einer künstlichen Hüfte spielt und nicht kleinzukriegen ist. Berrettini, 2021 Finalist in Wimbledon, wartet dagegen weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph.

Schlechter als für Murray lief es für den Österreicher Dominic Thiem, der weiter auf der Suche nach der Form früherer Tage ist. Für den US-Open-Sieger von 2020 war in der ersten Runde Schluss, der 29-Jährige unterlag dem Russen Andrej Rublew klar 3:6, 4:6, 2:6.

Thiem hatte nach seinem knappen Finalsieg in New York gegen Alexander Zverev noch einmal 2021 in Melbourne das Achtelfinale erreicht - seither ist er ohne Sieg bei einem Major.

Er fiel unter anderem wegen einer Handgelenksverletzung monatelang aus - und im Ranking weit zurück. Nach seinem Comeback im vergangenen Jahr kämpfte er sich zuletzt jedoch wieder in die Top 100. Die Chance, mithilfe einer Wildcard Down Under nun weiter zu klettern, konnte er nicht nutzen. Dafür war Rublew zu stark.

Auch Struff verliert Auftaktmatch

Auch Jan-Lennard Struff hat die deutsche Negativserie bei den diesjährigen Australian Open nicht stoppen können. Der 32-Jährige, der sich über die Qualifikation einen Platz im Hauptfeld erkämpft hatte, verlor sein Auftaktmatch am Dienstag gegen den US-Amerikaner Tommy Paul mit 1:6, 6:7 (6:8) und 2:6. Struff schied bei seiner neunten Teilnahme in Melbourne zum achten Mal in der ersten Runde aus. Bereits am Montag waren alle sechs gestarteten deutschen Tennisprofis an der Auftakthürde gescheitert.

Russische Flaggen nach kleinem Zwischenfall verboten

Die Veranstalter der Australian Open haben russische und belarussische Flaggen vom Turniergelände verbannt. Der ukrainische Botschafter des Landes hatte dies gefordert, nachdem bei der Erstrundenpartie zwischen seiner Landsfrau Kateryna Baindl und der Russin Kamilla Rachimowa eine russische Flagge störend am Spielfeldrand platziert worden war.

„Flaggen aus Russland und Belarus sind bei den Australian Open vor Ort verboten“, teilte Tennis Australia in einer Erklärung am Dienstag mit: „Unsere anfängliche Politik war, dass die Fans sie zwar mitbringen, damit aber keine Störungen verursachen dürfen.“ Dazu war es nun aber gekommen bei dem Match, das Baindl in drei Sätzen gewann.

Aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine müssen russische und belarussische Tennisprofis seit geraumer Zeit unter neutraler Flagge antreten. In Wimbledon wurden sie sogar vom Wettbewerb ausgeschlossen, was zu einer Kontroverse zwischen den Veranstaltern und den Tour-Organisationen ATP und WTA geführt hatte.

+++16. Januar+++

Deutsches Debakel beim Auftakt

Missglückter Auftakt bei den Australian Open: In den ersten sechs Matches mit deutscher Beteiligung hat es beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres keinen einzigen Sieg gegeben. Die Tennisprofis Yannic Hanfmann, Oscar Otte, Daniel Altmaier, Jule Niemeier, Tamara Korpatsch und Eva Lys kassierten allesamt Erstrunden-Niederlagen.

Der Kölner Otte (29) musste sich gegen den chinesischen Qualifikanten Shang Juncheng überraschend mit 2:6, 4:6, 7:6 (7:2), 5:7 geschlagen geben. Der Davis-Cup-Spieler fand gegen den erst 17-Jährigen von Beginn an überhaupt nicht ins Match. „Ich stand gefühlt wie eine Mülltonne auf dem Platz und habe es einfach überhaupt nicht hinbekommen, mal einen vernünftigen Return mit der Rückhand reinzuspielen“, sagte der Davis-Cup-Spieler.

Altmaier (24) zog trotz einer ab dem dritten Satz starken Vorstellung gegen den an Nummer 16 gesetzten US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 3:6, 3:6, 7:6 (7:5), 6:7 (6:8) den Kürzeren. Tiafoe bekommt es nun in der zweiten Runde mit Otte-Bezwinger Shang zu tun.

Einen Erfolg verpasste auch der Karlsruher Hanfmann, der mit einem 6:4, 6:4, 3:6, 6:7 (5:7), 3:6 in 4:25 Stunden trotz bester Chancen dem nie aufgebenden Lokalmatador Rinky Hijikata unterlag.

Niemeier lieferte Iga Swiatek einen harten Kampf. Die 23 Jahre alte Dortmunderin unterlag der Weltranglistenersten aus Polen in ihrem Erstrundenduell 4:6, 5:7. Schon bei den US Open in New York hatte die deutsche Nummer eins Swiatek im Achtelfinale herausgefordert und in drei Sätzen verloren.

Die 27-Jährige Korpatsch hatte gegen die frühere US-Open-Gewinnerin Emma Raducanu aus Großbritannien mit 3:6, 2:6 das Nachsehen. Die Hamburgerin Lys gewann gegen die spanische Qualifikantin Cristina Bucsa zwar den ersten Satz, unterlag am Ende aber angeschlagen mit 6:2, 0:6, 2:6. Die 21-Jährige, die dank drei überzeugenden Siegen in der Qualifikation erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers stand, musste sich im zweiten Satz am rechten Handgelenk behandeln lassen.

Nadal nimmt erste Hürde in Melbourne

Titelverteidiger Rafael Nadal hat seine durchaus schwierige, erste Hürde bei den Australian Open letztlich sicher genommen. Der Grand-Slam-Rekordchampion mit 22 Titeln bezwang den formstarken Briten Jack Draper 7:5, 2:6, 6:4, 6:1. Nadal trifft in der zweiten Runde nun auf den US-Amerikaner Mackenzie McDonald. Im vergangenen Jahr war der mittlerweile 36 Jahre alte Topstar beim ersten Jahreshighlight zum Titel gestürmt.

„Wenn man alle Umstände der vergangenen sechs Monate miteinbezieht, war es ein guter Start“, sagte Nadal, der in der Vorbereitung auf Melbourne seine beiden Partien verloren hatte. Doch zum Start des Majors war der Familienvater einmal mehr da. Es bleibt bei zwei Erstrundenniederlagen in seiner Karriere bei Grand-Slam-Turnieren. Er verlor gegen den Belgier Steve Darcis bei Wimbledon 2013 und gegen seinen Landsmann Fernando Verdasco vor sieben Jahren in Australien.

Kyrgios sagte Teilnahme an Australian Open kurzfristig ab

Nick Kyrgios hat seine Teilnahme an den Australian Open in Melbourne kurzfristig abgesagt. Der 27 Jahre alte Wimbledon-Finalist leidet unter Knieproblemen und soll sich in seiner Heimat Canberra einer Arthroskopie unterziehen. Mehr Infos gibt es hier.

+++14. Januar+++

Djokovic hofft auf Rekordtitel – „Will der Beste sein“

Für Tennisstar Novak Djokovic ist die Chance auf den Grand-Slam-Rekordtitel bei den Australian Open eine große Extra-Motivation. „Natürlich ist es das. Deswegen spiele ich weiter professionelles Tennis, weil ich der Beste sein will, ich will die größten Turniere der Welt gewinnen“, sagte der Serbe bei einer Pressekonferenz am Samstag.

Djokovic könnte mit seinem 22. Grand-Slam-Turniersieg mit Rekordhalter Rafael Nadal aus Spanien gleichziehen. „Ich bin in sehr guter Verfassung“, sagte der 35-Jährige, der aber mit einem Angriff der Jungstars rechnet: „Es gibt jetzt viele junge Leute, die sehr hungrig sind, die gewinnen wollen. Sie wollen dir in einem großen Stadion deinen Skalp abnehmen. Ich weiß das.“

Den Einreise-Wirbel aus dem Vorjahr hat Djokovic nach eigener Aussage abgehakt. „Wenn ich weiter Groll hegen würde, wäre ich wahrscheinlich nicht in der Lage weiterzumachen, dann wäre ich jetzt nicht hier“, meinte der neunmalige Australian-Open-Gewinner: „Ich freue mich sehr darauf, vor den Leuten zu spielen und ihnen hoffentlich viel Spaß zu bereiten und gute Stimmung zu bringen.“

Niemeier wünscht sich Geduld mit nachrückenden Tennisspielerinnen

Jule Niemeier wünscht sich nach dem Rücktritt von Andrea Petkovic und der Schwangerschaftspause von Angelique Kerber mehr Geduld mit den nachrückenden deutschen Tennisspielerinnen. Sie glaube, dass die Situation bei den Frauen viel schlechter dargestellt würde, als sie eigentlich sei, sagte die aktuelle deutsche Nummer Eins der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es würden einige Mädels nachrücken, befand die 23-Jährige und nannte Eva Lys, Noma Noha Akugue, Ella Seidel sowie Nastasja Schunk als Beispiele. „Man muss diesen Spielerinnen Zeit geben. Es macht die Sache nicht einfacher, wenn man die ganze Zeit darüber spekuliert: Kommt da jetzt jemand? Kommt da jetzt niemand?“, sagte sie.

Bei den Australien Open, die am Montag in Melbourne beginnen, tritt die Wimbledon-Viertelfinalistin erstmals als deutsche Nummer Eins bei einem Grand-Slam-Turnier an. In der ersten Runde trifft Niemeier, die in der aktuellen Weltrangliste an Position 68 geführt wird, gleich auf die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek aus Polen. „Für mich ändert das jetzt nichts. Egal, ob ich eins, zwei oder drei bin: Ich will am Ende einfach meine Leistung bringen und die Matches gewinnen“, sagte Niemeier.

Zverev startet ohne Verletzungsangst bei Australian Open

Die schwere Fußverletzung hat Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev vor dem Start der Australian Open zumindest mental abgehakt. „An die Verletzung denke ich nicht jeden Tag. Meine Gedanken sind mehr: Was kann ich verbessern? Wie kann ich zurück in Form kommen? Was muss ich noch trainieren? Es ist nicht die Angst, dass ich auf den Platz gehe und mich wieder verletze“, sagte der 25-Jährige am Samstag in Melbourne. „Wenn man relativ schmerzfrei ist, denkt man weniger darüber nach.“

Zverev kehrt bei den am Montag beginnenden Australian Open auf die Grand-Slam-Bühne zurück, nachdem er im French-Open-Halbfinale gegen Rafael Nadal umgeknickt war und danach sieben Monate verletzt ausfiel. In seinem Erstrunden-Duell am Dienstag trifft der Hamburger auf den Qualifikanten Juan Pablo Varillas. Den Peruaner hat Zverev erst einmal spielen sehen, „für mich ist das aber nicht die Hauptsache“, betonte der Weltranglisten-13., „ich muss auf mich selber schauen und zusehen, dass ich in Form komme. Da ist jeder Gegner für mich sehr wichtig“.

Titelchancen rechnet sich Zverev daher auch keine aus. „Ich bin nicht in derselben Form, in der ich in Paris war. In Paris hätte ich die French Open gewinnen und die Nummer eins der Welt werden können“, sagte er: „Ich glaube nicht, dass ich momentan da bin, aber das heißt nicht, dass ich es nicht verändern kann.“

Lys selbstbewusst vor Grand-Slam-Premiere: „Habe großes Potenzial“

Das deutsche Tennis-Talent Eva Lys ist mit dem Einzug ins Hauptfeld der Australian Open längst noch nicht zufrieden. „Ich weiß, dass ich großes Potenzial habe und dass in mir viel mehr steckt, als sich nur fürs Hauptfeld zu qualifizieren“, sagte die 21 Jahre alte Hamburgerin der „Bild“-Zeitung. Ihr „größter Traum“ sei es, irgendwann „einen Grand Slam zu gewinnen“.

Bei den Australian Open trifft Lys am Montag (11.00 Uhr Ortszeit) auf die spanische Qualifikantin Cristina Bucsa. Lys hatte sich mit drei überzeugenden Siegen in der Qualifikation erstmals für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers qualifiziert. „Mit diesen drei Partien in der Qualifikation bin ich dem Traum ein Stückchen näher gekommen“, sagte Lys. Sie verspüre „pure Vorfreude“ und „das Gefühl des Stolzes“.

Die gebürtige Ukrainerin, die als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland gezogen war, gilt neben Wimbledon-Viertelfinalistin Jule Niemeier (23) als größte Hoffnungsträgerin auf eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Frauen-Tennis. Die hohen Erwartungen scheinen ihr nichts auszumachen. „Ich stehe gern auf der großen Bühne und habe Lust auf geile Matches.“

+++12. Januar+++

Zverev trainiert mit Nowitzki

Vier Tage vor dem Start der Australian Open hat sich Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev einen ganz besonderen Trainingspartner ausgesucht. Am Donnerstag spielte sich der 25 Jahre Hamburger im Melbourne Park mit der deutschen Basketball-Ikone Dirk Nowitzki ein paar Bälle zu. Der frühere NBA-Champion weilt aktuell mit seiner Familie in Australien. „Und, kannst du?“, fragte Zverev bei einem kleinen Gespräch an der Seitenlinie. Nowitzkis leicht verlegene Antworte war: „Also, wenn du zu mir hinspielst...“.

Der 44-jährige Nowitzki hatte Tennis in seiner Jugend noch vor Basketball gespielt. „Ich habe mit fünf Jahren angefangen und mochte den Wettkampf. Ich stand in Bayern in der Rangliste auf Platz sechs oder sieben“, hatte Nowitzki einmal dem Tennis Channel gesagt. Später entschied sich der 2,13-Meter-Mann aber gegen Tennis und für eine Basketball-Karriere. „Ich war etwas gelangweilt, am Wochenende zu den Turnieren zu reisen. Ich war auch viel größer als die anderen und wurde gehänselt. Mit Tennis habe ich dann mit 15 Jahren aufgehört“, erklärte er.

Der nicht mehr aktive langjährige Profi der Dallas Mavericks hat auf seinem Grundstück für sich und seine Kinder einen Hartplatz bauen lassen. „Ich bin immer noch ein Tennisfreak“, erklärte Nowitzki. Die am Montag beginnenden Australian Open dürfte er daher gespannt verfolgen.

Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres trifft Zverev in der ersten Runde auf einen Qualifikanten, das ergab die Auslosung am Donnerstag. Er ist nach seiner langen Verletzungspause wegen einer schweren Fußverletzung an Nummer zwölf gesetzt.

+++11. Januar+++

Djokovic muss vor Turnierstart das Training abbrechen

Fünf Tage vor dem Start der Australian Open hat Tennisstar Novak Djokovic sein Trainingsspiel in Melbourne gegen den Russen Daniil Medwedew vorzeitig beendet. „Ich habe das Ziehen ein bisschen gespürt, ich wollte nichts Schlimmeres riskieren“, sagte der Serbe dem australischen Nachrichtenportal „9News“ über die Beschwerden in seinem linken Bein, die ihm schon zuvor im Halbfinale des ATP-Turniers in Adelaide ebenfalls gegen Medwedew Probleme bereitet hatten.

Die eigentlich für 75 Minuten angesetzte Trainingseinheit im Melbourne Park mit Medwedew war daher bereits nach 36 Minuten beendet. „Ich habe mich bei ihm entschuldigt, er hat es verstanden“, berichtete Djokovic.

Der 35-Jährige äußerte sich auch noch einmal über den Einreise-Wirbel im Vorjahr, als er wegen seiner Impfweigerung nicht bei den Australian Open teilnehmen durfte. „Plötzlich war ich der Bösewicht der ganzen Welt“, sagte der 21-malige Grand-Slam-Turniergewinner. Die Wogen hätten sich mittlerweile zwar geglättet, aber „die Spuren sind noch vorhanden“. Djokovic beklagte eine verzerrte Darstellung der Dinge in den Medien: „Viele Leute haben immer noch eine falsche Vorstellung von dem, was passiert ist.“

Turnierchef Craig Tiley warnte derweil Fans davor, Djokovic bei den am kommenden Montag beginnenden Australian Open in irgendeiner Weise anzufeinden. „Wenn sie die Freude eines anderen stören - Boom, dann sind sie raus“, sagte Tiley der Zeitung „Herald Sun“: „Sie können wegbleiben, oder wir schmeißen sie raus.“

2022

Nadal gewinnt den Titel in Melbourne

Rafael Nadal hat in einem hochdramatischen Finale der Australian Open die magische 21 geknackt und sich zum König der Grand-Slam-Turniere gekrönt. Der 35 Jahre alte Superstar besiegte den Weltranglistenzweiten Daniil Medwedew aus Russland im Hexenkessel von Melbourne nach grandiosem Comeback 2:6, 6:7 (5:7), 6:4, 6:4, 7:5 und steht als alleiniger Major-Rekordchampion ab sofort eine Stufe über seinen großen Rivalen Roger Federer und Novak Djokovic.

Nadal gewann mit dem Triumph in dem 5:24 Stunden langen Thriller weit nach Mitternacht (Ortszeit) seinen insgesamt 21. Titel bei den vier wichtigsten Tennisturnieren der Welt - der Schweizer Federer und der vor dem Turnier nach einem weltweit beachteten juristischen Tauziehen ausgewiesene Weltranglistenerste Djokovic stehen bei 20. Zum vierten Mal in seiner Karriere und erstmals seit 2007 drehte der Mallorquiner einen 0:2-Satzrückstand - im Finale von Melbourne war dies noch nie einem Profi gelungen.

Für Nadal, der im vieldiskutierten Rennen um die Rolle als größter Spieler der Geschichte vor allem Djokovic einen schwer zu verkraftenden Rückschlag verpasste, ist der nach großen Verletzungsproblemen unverhoffte Triumph ein echter Meilenstein. Er komplettierte auch als erst vierter Spieler nach Djokovic sowie den australischen Ikonen Roy Emerson und Rod Laver seinen zweiten Karriere-Grand-Slam, die Australian Open hatte er zuvor einzig 2009 gewonnen.

Medwedew verpasste es dagegen nach seinem Triumph in New York im vergangenen September, sofort den zweiten Majortitel nachzulegen, was noch keinem Spieler seit Einführung des Profitennis 1968 gelungen ist. Für den 25-Jährigen war es in Down Under die zweite Finalniederlage in Folge, im vergangenen Jahr hatte er klar gegen Djokovic verloren, den er auch in der Weltrangliste angreifen wollte. Doch er vergab die Chance, ganz nah an die Nummer eins heranzurücken, was ursprünglich auch der Plan des früh gescheiterten Alexander Zverev war.

Am Tag nach der großen australischen Party und dem vielumjubelten ersten Heimsieg seit 44 Jahren durch Ashleigh Barty spürte Nadal sofort, wie schwer ein Erfolg gegen Medwedew werden würde. Den ersten Satz dominierte der fast fehlerfreie Russe.

Das Publikum feuerte Nadal lautstark an, der hatte im Turnierverlauf stets betont, dass der Grand-Slam-Rekord nicht über sein Glück entscheide. Nach Monaten mit Fußschmerzen und sogar Rücktrittsgedanken hatte er schon nach dem Finaleinzug Tränen der Rührung vergossen. Jetzt kämpfte der Ausnahmespieler verbissen darum, ins Match zu finden. Das gelang im zweiten Satz, und Nadal, der Medwedew 2019 im Finale von New York besiegt hatte, agierte nun auf Augenhöhe und breitete jubelnd die Arme nach dem dritten Durchgang aus.

Der Linkshänder bekam die zweite Luft und spielte im vierten Satz noch einmal deutlich aggressiver, Medwedew ließ sich dagegen immer wieder auf Scharmützel mit dem Publikum ein und verlor zeitweise den Fokus.

Das Finale bot Hochspannung und war ein glänzender Schlusspunkt eines Turniers, das zu Beginn lange im Schatten des juristischen Tauziehens um die Einreise des ungeimpften Topstars Djokovic gestanden hatte. Nadal nutzte die Abwesenheit des Branchenprimus eiskalt aus.

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Author: Maia Crooks Jr

Last Updated: 11/27/2022

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